22. Januar 2015 - Keine Kommentare!

Warum eigentlich Functional Training?

Man hört es mittlerweile an jeder Ecke! Functional Training ist der Trend schlechthin in der heutigen Fitnessbranche. Aber was genau ist Functional Training überhaupt und warum erfreut es sich so großer Beliebtheit? Ist es tatsächlich nur ein Trend oder wird es sich über Jahre hinweg als Trainingsmethode der Wahl etablieren?

Für den Begriff Functional Training gibt es unzählige Definitionen, die sich allerdings bei genauerem Hinsehen nur geringfügig unterscheiden. Es beschäftigt sich überwiegend mit mehrdimensionalen und mehrgelenkigen Übungen, die Bewegungsabläufe aus unterschiedlichsten Sportarten reproduzieren und durch die Hinzunahme von Gewichten oder instabilen Untergründen die Leistungsfähigkeit optimieren. Dafür nutzt man hauptsächlich klassische Ganzkörperübungen wie Squats, Lunges, Deadlifts etc. und verzichtet auf Isolationsübungen.  Entgegen vieler Annahmen ist das Functional Training keine neu erfundene Trainingsart, sondern vielmehr die Mutter der meisten heutigen Trainingsmethoden. Vor vielen hunderten von Jahren gab es keine Beinpressen, Latzüge, Curlmaschinen oder Ähnliches. Um sich fit zu halten oder Muskelmasse aufzubauen, blieb einem nur das eigene Körpergewicht oder Materialien, die in der Umgebung vorhanden waren. Das, was wir heutzutage als Functional Training betiteln, war damals also die einzig mögliche und bekannte Trainingsform. Es handelte sich überwiegend um Ganzkörperübungen, die die Leistungsfähigkeit im Bereich von Alltagsaktivitäten steigern sollten.

Erst in den letzten Jahrzehnten begann man, aufgrund vorhandener technischer Möglichkeiten, Geräte zu entwickeln, die einem neue Trainingsmöglichkeiten bieten sollten. Fitnessstudios wuchsen wie Pilze aus dem Boden und mittlerweile findet man sie an jeder Ecke. Zudem entwickelte sich, bedingt durch die Sportart Bodybuilding, der Trend einzelne Muskelgruppen isoliert zu trainieren. Die positive Entwicklung sich neben der heutzutage überwiegend im Sitzen stattfindenden Jobs  noch sportlich zu betätigen, wurde allerdings durch eine steigende Anzahl von Verletzungen, sowohl im Breiten- als auch im Profisport, getrübt. Ein weiterer negativer Effekt, der sich vor allem im Profisport bemerkbar machte, war dass durch die Isolationsübungen zwar die Leistung bei diesen speziellen Übungen gesteigert und ein Muskelwachstum erzielt wurde, allerdings sich diese Fähigkeiten nicht auf die jeweilige Sportart transferieren ließen. Bei der Suche nach effizienteren Trainingsmöglichkeiten besann man sich dann schließlich auf die klassischen altbewährten Ganzkörperübungen und kombinierte diese dann teilweise noch mit Korrekturübungen aus dem Bereich der Physiotherapie. Et voilà, das Functional Training war geboren!

Es erfreut sich unglaublich großer Beliebtheit und begeistert sowohl jüngere, als auch ältere Fitnessenthusiasten, Profi- sowie Breitensportler, Männer wie auch Frauen. Aber warum ist das so? Die Antworten dafür habe ich eigentlich schon in den vorherigen Absätzen gegeben. Der Profisportler erzielt eine deutliche Leistungssteigerung in seiner jeweiligen Sportart und ist weniger verletzungsanfällig, ältere Menschen erlangen eine deutlich bessere Mobilität und Stabilität bei Alltagsaktivitäten, Breitensportler erreichen ihre angestrebte Traumfigur und und und... Eines, und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, haben aber alle gemein.......Sie bewegen sich besser! Der Rücken, der früher nach 8 Stunden Büroarbeit geschmerzt hat, tut dies nicht mehr. Das Kniegelenk, das beim Treppensteigen versagt hat, tut dies nicht mehr und das Bewegungsausmaß ist auf einmal so groß, dass man sich auch im Stehen die Schuhe zubinden kann.

Daher glaube ich auch nicht, dass es sich beim Functional Training nur um einen Trend handelt. Die Menschen gehen immer bewusster mit ihrem Körper um und die Sportwissenschaft und Medizin untermauern durch immer mehr Studien die Effekte des Functional Trainings. Auch die vielen Trends, die sich aus dem Functional Training entwickeln, wie z.B. Crossfit oder Bootcamps, zeigen wie beliebt diese Trainingsform ist.

Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Anreiz geben, damit Ihr eure Trainingspläne noch einmal überdenkt und mit vollem Enthusiasmus ins Functional Training einsteigt.

Mit sportlichen Grüßen

Daniel Timmerbrink

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Veröffentlicht von: admin in Allgemein

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